Aktionen 2012

02.10. – 07.10.2012: Herbstputz: Leberwurst-Himbeer, Dauerbaustellen und Dauerregen: Das Saisonende 2012 

Der diesjährige Herbstputz fiel aus meteorologischer Sicht ziemlich ins Wasser. Dauerregen, wechselhafte Temperaturen und Nebel hielten ganz Deutschland rund um den Tag der Deutschen Einheit zuhause auf der Couch. Ganz Deutschland?

Nein! Ein kleiner Verein, genannt EFG, schickte genau zu dieser Zeit seine abgebrühtesten Mitglieder zum Dauereinsatzort Burg Bischofstein, um die Burg am längsten Arbeitswochenende des Jahres 2012 in den Winterschlaf zu wiegen. Gut gelaunt erreichte am ersten Abend das erste Einsatzkommando die Schaltzentrale Burg B.: Bei traditionellem Bischofsteiner Wein, den Bernd Smits weitsichtig noch besorgt hatte, trafen Stephan Luther, Michael Skoniecki und Caro und Meike Erben auf Robert und Philipp Seewald mit Vicky, Michael Casper, David Sydow und Alexandra Smits. Während bereits erste Einsatzpläne besprochen wurden, kamen auch Benny Paar, Ann-Christin Schmitz und Thomas Bayen, sowie nach Mitternacht Andreas Schlösser hinzu.

Nach frühem Feiertagsfrühstück am Mittwoch (mit Rührei!) ging es an die Arbeit. Im Anschluss an die gewohnte Arbeitsbesprechung, zu welcher auch Stefan Kalda (Guten Schlotz!) sowie Konny pünktlich anreisten, gingen die Teams an diverse Arbeiten: neben Standartaufgaben wie Grünschnitt und Reinigungsarbeiten gab es eine Fülle unterschiedlichster Schauplätze, die Einsatzbereitschaft und handwerkliches Geschick erforderten. Genannt seien hier nur einige: Alex und David sorgten dafür, dass die Burgener von der anderen Moselseite wieder auf denkmalgerechte rote Fensterrahmen gucken können (Lackieren der Fensterrahmen), Benny setzte sich und den Pool unter Wasser (leider nur zu Reinigungszwecken, da er zur Nutzung vorerst weiter gesperrt ist), Stefan übernahm diverse Sanitärarbeiten und Stephan die Lackarbeiten, Michael S. beschäftigte sich mit der Pflege und dem Update der Homepage und des Vereinsprogramms mit Unterstützung von Thomas, Michael C. übernahm die Vorbereitung des neu ernannten Kicker-Raumes (den EFG-lern älteren Datums auch als Abstellraum für Wanderschuhe bekannt), Caro und Meike bereiteten das Engelchen-Zimmer sowie das Goldene Zimmer für Renovierungsarbeiten (Abschlagen des Fliesenspiegels mit Bernd und Benny, Entfernen alter Möbel, Abkleben) vor, Anni und Konny begannen mit den Abschleifarbeiten zur Renovierung des Treppenhauses vor den Jungenzimmern und Philipp und Vicky widmeten ihre Liebe dem Kräuterbeet und wurden dabei unfreiwillig zu Knochensammlern. Der Fund (vermutlich ein Hund?) sorgte am selben Abend für fortwährenden Gesprächsstoff, da man sich nicht einigen konnte, wer hier wen verscharrt hatte… Ideen hierzu werden weiter entgegen genommen. Mit einem gemeinsamen Grillen endete der Tag mit Nieselregen und Niedrigtemperaturen.

Am zweiten Tag zeigte sich wieder der Merksatz: Nichts läuft so wie geplant! Wie immer wurde das Team von unerwarteten Schwierigkeiten überrascht. Statt eines Fliesenspiegels musste zusätzlich eine Gipskartonverkleidung entfernt werden, einige Anstriche mussten doppelt ausgeführt werden und gekaufte Ersatzteile passen grundsätzlich nie so, wie man sich das vorstellt. Das Material der Mauern ist grundsätzlich schwer durchdringbar oder völlig porös und die Sicherungen der Elektroleitungen sind mit Sicherheit fehlerhaft beschriftet. Somit hielten die Weiterführung der Arbeiten des Vortages, sowie diverse Einkäufe im Malereinkauf, Baumärkten, Supermärkten und einem schwedischen Möbelhaus in blau-gelb die ganze Mannschaft am Donnerstag auf Trab. Unser Obelix Konny konnte mit Bernd erfolgreich einen extrem schweren Hinkelstein (Holzschrank) an seinen Ursprungsort, den Rittersaal, versetzen. In den Regenpausen waren alle fleißigen Unkrautjäter und Grünvernichter (z.B. Benny, Bernd, Michael S., Philipp und Vicky, Robert) auch im Außenbereich unterwegs und ließen sich durch leichte Feuchtigkeitsperioden nicht abschrecken. Zum Ende des Tages ein besonderes Highlight: Anni und Konny wurden Eltern: sie nannten sie Leberwurst-Himbeer, die Farbe, die sie zum Streichen des Treppenabgangs, der ihnen über Tag ans Herz gewachsen war, ausgesucht hatten. Gemeinsam klang der Abend mit einer Pizzabestellung im Rosengarten in Hatzenport aus.

Auch der Freitag startete gewohnt arbeitsreich: ein jeder werkelte an seine Baustelle, bis am Nachmittag der Nachschub der Arbeitskräfte eintraf (Alexander Schulz mit Freundin Maria). Kurz eingewiesen packten beide mit an, so dass am Abend bereits erste Ergebnisse präsentiert werden konnten, als die letzten Nachzügler zum Arbeitswochenende erschienen (Eugen Starschich, Francesco König, Andrea und Martin Ritters, Michael Plückhahn mit Britta und Anni, Claudia Smits sowie Mirko Trinajstic). Dieser Abend endete traditionell mit einem Essen und leckerem Moselwein beim Haus- und Hofwinzer Albrecht Gietzen. Andreas legte an diesem Abend mal wieder eine Nachtschicht ein, um alle Vorbereitungsarbeiten für den letzten Arbeitstag treffen zu können…

Am Samstag wurden nach einer kurzen Lagebesprechung die Ärmel noch einmal hochgerollt. Es hieß Endspurt – alle begonnenen Baustellen sollten schließlich abgeschlossen werden. Auch dieser Tag wurde zu einem langen: viele Einkäufe mussten getätigt werden (viel Spaß zur Rush Hour im Gewerbegebiet), die Postaktion des EFG wurde durchgeführt von Andrea, Britta und Anni, Möbel wurden aufgebaut, Vorhänge genäht (Ann-Christin mit Unterstützung), lackiert, gestrichen, gejätet, tapeziert, gefliest… und schließlich auch begonnen aufzuräumen… Die vorerst letzten Pinsel (das glaubte man da noch…) fielen kurz vorm Abschlussgrillen, an dem bis auf Robert alle teilnehmen konnten. Danach trat der erste Krefelder Wagen den Weg nach Hause an. Doch es war noch längst nicht Schluss: einige Baustellen forderten weiterhin Arbeit ein, die Nähmaschine lief bis Mitternacht, Vorhangstangen fanden ihre Befestigung und man munkelt, dass einige Heinzelmännchen erst um 3.45 Uhr die letzte Fliese an die Wand gebracht und den allerletzten Pinsel ausgewaschen haben… Doch müde und zufrieden sollen auch diese ihren Weg ins Bett gefunden haben.

Nach dem Frühstück am Sonntag begann das allgemeine Aufräumen, damit alle Materialien ihren Weg auf den Dachboden und in die Spinde auch finden konnten. Viel Arbeit war’s, doch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Der Pool erstrahlte in neuem Glanz und wartet nun nur auf eine neue Fliesenkrone, das Duschhaus wurde gestrichen, Bank und Hakenleiste sowie die Eingangstür lackiert, der Turm wurde gefegt, alle Außenflächen wurden von Unkraut und Efeu befreit, Erde gelockert und teilweise neu bepflanzt, die Vorbereitungen für den Kräutergarten an der Sonnenterasse wurden geleistet, das Beet ist umgegraben und durch eine Buchshecke strukturiert, die Außenfenster am Balkon vor den Lehrerzimmern und dem Aufenthaltsraum wurden rot lackiert, Bälle und Müll wurden aus dem Burghang gesammelt und entfernt, diverse Treppen wurden repariert und in Stand gesetzt, lose Steine und Platten auf dem Burghof wurden befestigt, der Außenweg um die Burg (zur Begehbarmachung einiger Teilbereiche der Burg) wurde freigeschnitten, im alten Schuhaufbewahrungsraum wurde ein Kicker-Raum eingerichtet. Der Boden wurde neu lackiert, die Wände neu verputzt und gestrichen, die Lampe getauscht und der Kicker versetzt. Das Treppenhaus (Aufgang vom unteren zum oberen Jungenzimmer) wurde abgeschliffen und neu lackiert, die Lehrerzimmer erhielten neue Vorhänge, die Fensterbänke an den Mädchenzimmern, dem Flur sowie dem Krankenzimmer wurden abgeschliffen sowie grau lackiert, das Krankenzimmer wurde komplett ausgeräumt, der Anstrich ausgebessert, der Einauschrank lackiert, die Küchenzeile wurde ausgebaut, sowie eine neue Deckenverkleidung über der Zeile angebracht, der Fliesenspiegel wurde verkleidet und tapeziert, eine Krankenliege wurde montiert und neue Möbel wurden aufgestellt. Hier fehlt nun nur noch ein neuer Küchenschrank, dann erstrahlt das alte Zimmer, das selten genutzt wurde in neuem Glanz und kann nun wahlweise als Kranken- oder zusätzliches Arbeitszimmer genutzt werden. Im Goldenen Zimmer wurde der Schrank entfernt (der steht nun im Rittersaal), ein Untertischgerät sowie eine neue Armatur angebracht, zudem zum Teil neu eingerichtet. Die neuen Vorhangstangen hängen ebenfalls und warten noch auf ihren ersten Behang (waren leider ausverkauft). Das Engelchenzimmer erhielt eine Komplettüberholung: neue Farbe, neue Fliesen, neue Steckdosen, neue Möbel. Im Speisesaal wurden alle Türen lackiert bzw. lasiert, der Bücherschrank wurde ausgemistet und die Holzleisten an der Decke wieder an Ort und Stelle angebracht. Zudem wurde eine Postaktion durchgeführt und die EFG-Homepage auf den neusten Stand gebracht, und wenn es zusätzlich noch etwas gibt, was ich vergessen habe zu erwähnen, dann sei dies an dieser Stelle trotzdem gehuldigt. Bei der Masse an Arbeiten kann man wohl leicht den Überblick verlieren…

An dieser Stelle noch mal ein herzliches und besonders dickes DANKESCHÖN an alle fleißigen Bienchen und Heinzelmännchen, Obelixe und Wasserwerfer, Schleifer, Streicher, Lackierer, Zupfer und Rausreißer, an alle Kletterer und Vernichter, Zusammenbauer und Neugestalter, an Schlepper und Schneider, Trockenbauer, Maurer und Flieserleger sowie Elektriker, Postsortierer, Webmaster, Pizzabesteller, Grillmaster … und.. und… und… Ich freue mich jedenfalls schon aufs nächste Mal, wenn es heißt: Arbeitswochenende! ☺

Text: Meike Erben


03.08. – 05.08.2012: Feierwochenende Sommer auf Burg Bischofstein

Am Wochenende war es endlich wieder soweit, nach zweimonatigem Burgentzug war ein
Feierwochenende an der Mosel angesagt. Mit nur 20 Teilnehmern war die Runde recht übersichtlich, was jedoch der Stimmung keinen Abbruch tat. Der Wettergott hatte es wieder einmal bestens mit uns gemeint und so reisten einige am Freitag recht pünktlich an, um auf dem Burghof noch ein paar Sonnenstrahlen mitzunehmen, bevor der obligatorische Besuch beim Winzer auf dem Programm stand. Völlig überraschend konnte hier eine Premiere gefeiert werden, da erstmals seit Anbeginn der dokumentierten EFG-Burgfahrten niemand mit dem Auto zum traditionellen Freitag-Abend-Gietzen Heimspiel gekommen war. Selbstverständlich musste diese Tatsache sowie spontan übernommene Patenschaften mit köstlichem Essen, Wein und dem ein oder anderen Trester ausgiebig gefeiert werden. Man stellte sich schon auf eine Nachtwanderung in vollständiger Besetzung ein, als Alex schockiert feststellte, dass ihre Pumps mit 8cm Absatz wohl als Wanderschuhe eher ungeeignet waren. Auch Britta hatte den beschwerlichen Hinweg nach Hatzenport nicht ohne Blessuren überstanden. Nachdem Alex und Britta ins Taxi verfrachtet worden waren, konnte der Rest der Kommune den Heimweg in dezimierter Form ohne weitere Verluste antreten. Für die Wegzehrung hatte Herr Gietzen wie üblich gesorgt. In der Zwischenzeit hatten die „Zurückgebliebenen“ die Zapfanlage fachmännisch montiert und mit Lagerfeuer-Atmosphäre (ohne Feuer) und Gitarrenklängen wurden auch die Spät-Einkehrer Malte, Marc und Boris standesgemäß empfangen.

Am Samstagmorgen fungierte erst die Frühstücksglocke als Wecker für so einige Nachtschwärmer und der Frühstückstisch füllte sich nur recht langsam. Die zuvor geschmiedeten großen Pläne von einer morgendlichen Joggingrunde erwiesen sich als überehrgeizig und konnten aufgrund gewisser Unpässlichkeiten (im Hinterkopf…) erwartungsgemäß nicht in die Tat umgesetzt werden. Trotz einer plötzlichen Hitzewelle, die einige völlig unvorbereitet traf („Badeanzug? Kurze Hose? Hab ich nicht dabei…“), waren viele Teilnehmer in ihrem Tatendrang nicht zu stoppen. Claudia, Bernd, Andrea,
Martin und Alex machten wie gewohnt Koblenz unsicher und Martin brachte den Daheimgebliebenen sogar unfreiwillig ein wenig Erdbeereis mit… Marc, Malte und Co. traten nach alter Fichte-Tradition den weiten Weg zur Burg Eltz an… und wurden lange Zeit nicht mehr gesehen. Micha und Sylwia schafften es nur bis zum Winzer nach Hatzenport, dann ließen die Kräfte bereits schwer nach. Der Rest der Truppe verzichtete fast gänzlich auf Aktivitäten, war aber immerhin noch in der Lage, (ohne Navi !!!!!!!!) das Grillfleisch für den Abend zu organisieren. Andreas spielte Dönertaxi und rettete uns vor einen ernsthaften Hungerast. Des Weiteren unternahm Mirco einen geführten Ausflug zum Bankautomaten und zeigte beim Bad in der Mosel seine schüchterne Seite. Während der schweißtreibenden Einkäufe hatten Meike & Co. freundlicherweise den Pool vorbereitet. Zur inneren Anwendung und Kühlung standen ein paar kühle Blonde parat. Die eiserne Regelung „Kein Bier vor vier“ wurde selbstverständlich auch an diesem Wochenende strengstens eingehalten.
Als schließlich nach einer gefühlten Ewigkeit alle Beteiligten wieder wohlbehalten zurückgekehrt
waren, wurde endlich der zweite Hungerast des Tages mit reichlich Grillfleisch, Salat, Brot und der unübertrefflichen Dattel-Chili-Creme erfolgreich bekämpft. Derart gestärkt konnte auch die beim Abbau des Pools ausgelöste Tsunami-Welle der Burg-Kommune nichts anhaben – mal abgesehen von nassen Schuhen, Socken und Hosenbeinen… Bis spät in die Nacht wurde noch gepflegt „Konservation“ betrieben, mit einer selbst komponierten EFG-Hymne klang der Abend und damit das Feierwochenende fast besinnlich aus.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Wochenendes noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Schuhe mit hohen Absätzen sind beim Wandern eher kontraproduktiv.
  • Damenarzt ist keine anerkannte Berufsbezeichnung.
  • Wenn es nur eine Kabeltrommel gibt, gehört die an die Zapfanlage!
  • Trester und vernünftige Artikulation passen irgendwie nicht zusammen.
  • Irgendwo ist immer vier…

Danke für einmal wieder unvergessliches Burgwochenende an die gesamte Bischofstein-Kommune, diesmal bestehend aus: Martin, Andrea, Claudia, Bernd, Alex, Esther, Andreas, Max, Mirco, Meike, Michael P., Anni, Britta, Michael S., Sylwia, Marc, Malte, Boris und ?

Text: Meike Erben


02.06.2012: 25. Mitgliederversammlung am auf der Burg

Das Wetter meinte es wieder einmal sehr gut mit uns, als um 15.00 Uhr die MV eröffnet wurde, denn Sonnenschirme wurden allgemein vermisst, ebenso wie ca. 2 Dutzend Mitglieder mehr, für die problemlos noch Platz gewesen wäre, ohne dass jemand hätte ausweichen müssen. Die Befürworter einer MV in Krefeld können sicher sein, dass die 26. genau dort stattfinden wird.
Große Überraschungen waren nicht zu verzeichnen. Die Kasse war geprüft und für in Ordnung befunden worden, der Vorstand wurde demgemäß ent- lastet. In den Vorstand neu gewählt wurden Jürgen Helmhold als Kassierer und Meike Erben als Schriftführerin. Uwe Beyer und Caro Erben wurden zu Rechnungsprüfern gewählt.
Hinsichtlich der Hausbocksituation gab Andreas noch einmal eine ausführliche Darstellung der „technischen“ Seite des Problems, der Förderverein allerdings verzichtete auf die angebotene Präsentation der „finanziellen“ Seite. Er will am 19.6. in der Schule Eltern, Lehrer und EFG informieren, wir werden beim Versand des Protokolls über Wesentliches berichten.
Während der MV erschien unser Ehrenmitglied Erika Dahm, um uns Gutes Gelingen zu wünschen. Wir verabschiedeten uns „offiziell“ von Maria Castor, die am 30.6. in Ruhestand geht, und konnten bereits ihren Nachfolger, Herrn Bodenbinder, begrüßen.
Alles andere demnächst ausführlich im Protokoll.

Text: Wolfgang Hüskes


27.04. – 01.05.2019: Frühjahrsputz – Lange Schicht bei Sommerwetter

Es begab sich zu der Zeit, dass sich wieder einige fleißige Helferlein auf der Burg Bischofstein zusammen kamen, um derselben mit Arbeitskraft und –willen im Kampf gegen den natürlichen Verfall zur Seite zu stehen:

Als fester Bestandteil jeglicher Burg-Wochenenden begann das erste Arbeitswochenende des Jahres standesgemäß mit einer Einkehr beim Haus- und Hofwinzer Albrecht Gietzen im schönen Dörfchen Hatzenport. Der fürsorgliche erste Vorsitzende Wolfgang Hüskes versorgte bereits am ersten Abend alle VampirFürchtenden mit einem selbst angesetzten Knoblauch-Schnaps. Die Wirksamkeit wurde bewiesen: von den Blutsaugern ließ sich keiner blicken…

Derart gestärkt konnte am frühen Samstagmorgen die Arbeit beginnen: Nach der Lagebesprechung starteten die Arbeitsteams in unterschiedliche Aufgaben: Bernd Smits begann mit der Rodung eines Begehungsweges für neue Burgbesucher am unteren Burgende bis hin zur neuen Sonnenterasse. Tatkräftige Unterstützung bekam er dabei von Matthias Ritters und Peter und Felix Ayvaz. Derweil nahmen Ann-Christin Schmitz mit Freund Conny, sowie Francesco König, Alexander Schulz mit Freundin Maria, Stefan Kalda und Jan Sackers unter der Anleitung von Andreas Schlösser eine Reihe von Mauer-Reparaturarbeiten, sowie die weitere Gestaltung der Sonnenterasse in Angriff. Diese Arbeiten dauerten das gesamte Wochenende bis zum Spätnachmittag am Montag an. Claudia Smits und Caroline Erben starteten mit den Vorarbeiten und dem Lackieren der letzten weißen Fenster zum Hof, die endlich einen passenden roten Anstrich erhielten. Martin Ritters war den Tag über mit unterschiedlichen Logistik-Aufgaben, wie Einkauf und Anlieferung diverser Arbeits- und Verbrauchsmaterialien beschäftigt. Andrea Ritters vergnügte sich derweil mit der Vernichtung des Unkrauts in diversen Beeten, unterstützt von Janina Hüskes und Michael Skoniecki. Malte Welters und Marc Maas nahmen sich der staubigen Aufgabe der Turmsäuberung an und entfernten auf, im und um den Turm sämtlichen Staub, Schmutz, Unkraut und andere Unwägbarkeiten. Nachdem auch eine neue Gasflasche organisiert war, konnte auch Mirko Trinajstic mit seiner obligatorischen Aufgabe, dem Wegflämmen des Unkraut auf dem Burghof, beginnen. Michael Skoniecki und Michael Plückhahn befassten sich zudem mit der Pflege des Vereinsprogramms, bevor Michael Plückhahn als erster Helfer die Rückreise antratt. Philipp und Robert Seewald widmeten sich, wie so oft, dem Grünschnitt. So mussten einige Bäume beschnitten, sowie Efeuranken und anderes Gestrüpp von diversen Beeten und Mauerseiten entfernt werden. Robert wechselte im Laufe des Tages zum Mauerbau, Philip legte gemeinsam mit mir (Meike Erben) die Scheinwerfer der Turm- und Burgbeleuchtung wieder frei. Der eigens für EFG-Grünschnittarbeiten absolvierte Kletterkurs im Vorjahr bewährte sich auch an diesem Wochenende erneut: die meisten Arbeiten fanden am Burghang statt – Sicherung unerlässlich. Und wir stellten fest: es gibt etwas Schlimmeres als Efeu – Brombeerranken! Nach einem sommerlich-warmen und erfolgreichen Arbeitstag konnten sich am Abend alle auf ein kühles Blondes und ein passendes Steak freuen. Dazu wurde die Kalauertradition des letzten Jahres wiederbelebt, frei nach dem Motto: kein Witz ist zu schlecht um ihn auszusprechen (auch wenn er vom Hören nicht besser wird)…

Auch am nächsten Tag (Sonntag) ging es nach einem Frühstück auf dem Hof (der Speisesaal war aufgrund der Vorbereitungen zum Neuanstrich durch Benny Paar nicht zum Essen nutzbar) wieder an die Arbeit. Schieferplatten fanden ihren Weg
vom oberen auf den unteren Burghof, Wege wurden langsam wieder sichtbar, EFGPost wurde von Janina und Wolfgang Hüskes erfolgreich eingetütet und für den Versand vorbereitet und die Wände des Speisesaals wurden von Benny abgeschliffen und gesäubert. Zusätzlich konnten einige Bäume und Wurzelwerk aus der Burgmauer entfernt werden und nachdem die Staubwolke sich gelegt hatte, war der Turm wieder ohne Atemmaske betretbar und das Unkraut erfolgreich vernichtet. Am frühen Abend mussten sich die ersten Helfer bereits verabschieden: Ritters und Smits mussten genauso wie Malte und Marc (die beiden mit Mirko und Jan bereits am Vormittag) zurück in die Heimat ziehen… Auf die anderen wartete noch jede Menge Arbeit. Die Maurerarbeiten auf der Sonnenterrasse gingen voran (u.a. dank der Hilfe des zugereisten Max Schlösser in Begleitung von Esther Schlösser). Die Arbeiten im Speisesaal wurden im Vorfeld zeitlich etwas unterschätzt. So legten Alexander, Maria, Benny, Caro, Andreas und Meike eine Nachtschicht ein, um den Erstanstrich der Wände mit einer Dünnschichtlasur zu gewährleisten. Schichtende erfolgte erst am drauf folgenden Tag um 0:15 Uhr. Die Tapferen ließen es sich jedoch nicht nehmen zum Tagesausklang noch gemeinsam ein Stündchen gemütlich beisammen zu sitzen. Wie so oft wurde auch an diesem Abend (wie an allen vorherigen) unter Leitung von Papa Verein (Wolfgang) zu Gunsten der Vereinskasse getuppt.

Der letzte Arbeitstag (Montag) begann erneut mit einem Open-Air-Frühstück auf dem oberen Burghof und schickte uns nach einem nächtlichen Regen erste Sonnenstrahlen. Die meisten Arbeiten konnten an diesem Tag erfolgreich abgeschlossen werden: unterhalb der Sonnenterasse verläuft nun ein gut markierter Weg entlang der hinteren (der Mosel abgelegenen) Burgseite, die rot lackierten Fenster erstrahlen in neuem Glanz, die Mauern auf der Sonnenterrasse können einigen Stürmen wieder trotzen und es entstanden ein kleine Zierblumenbeet, sowie eine größere Fläche, in der ein Kräutergarten angelegt werden soll. Andreas schliff und lackierte außerdem noch den Handlauf und das Geländer im Flur vor den Jungenzimmern. Auch an diesem Tag reisten einige (u.a. Wolfgang und Janina, Philip, Robert, Alex und Maria) ab. Aber da war doch noch was? Richtig, das Sorgenkind Speisesaal wollte wieder nicht pünktlich zum Abendessen (zum Grillen) fertig werden. Mit vereinten Kräften und dank Ann-Christin, Stefan und erneut tapferen Malern fielen die letzten Pinsel gegen 23 Uhr. Der Speisesaal war nach diesem Großangriff kaum wiederzuerkennen. Müde, aber zufrieden, fanden alle zu einem letzten gemeinsamen Abend zusammen.

Am Morgen der Abreise fand das Frühstück aufgrund wechselnder Wetterverhältnisse im Rittersaal/Tischtennisraum statt – mit dem Blick auf die Mosel eine wirklich tolle Frühstücksstätte. Dann hieß es AUFRÄUMEN. Ein letztes Schräubchen hier, einen Pinselstrich da und die Burg sah wieder friedlich und sauber aus – genauso wie die fleißigen Handwerker, die mit der Aussicht auf baldige Wiederkehr (JHV am 2.6.2012) den Heimweg antraten. Oder, um es mit Stefans Worten zu sagen: „Arbeitswochenende? – Schlotz, aus vorbei!“

An dieser Stelle nochmal ein großes DANKE an alle Unermüdlichen! Nicht vergessen: Anmeldungen für das nächste Arbeitswochenende (3.10.7.10.2012) werden weiterhin gerne entgegen genommen!

Text: Meike Erben


10.03. – 11.03.2012: Berufsberatung & Postaktion & Fichte-Tag & Mini-Eishockeyturnier: Großkampftage für den EFG

Der EFG beendete seine Winterpause mit deutlichen Akzenten; am 9. und 10. März standen auf dem Programm

  • die Berufsberatung
  • die Postaktion
  • der Fichte-Abend
  • ein Mini-Eishockey-Turnier zugunsten der Burg.

Der Reihe nach.
Die Berufsberatung 2012 unterschied sich deutlich von der der Vorjahre. Da Fichte seit dem 1.2.2012 einen unterrichtsfreien Freitagnachmittag hat, hatten nur knapp 120 SuS ihr Kommen zugesagt und entsprechende Wünsche geäußert und die BB startete um 13.30 Uhr, damit die SuS nicht zweimal den Schulweg machen mussten. Architektur, Jura, BWL, Medizin und Maschinenbau waren die bevorzugten Berufsfelder, außerdem wurde noch informiert über Chemie, Pädagogik/Psychologie, Bundeswehr, Informatik, Philologie. Nicht völlig unerwartet waren bei der Begrüßung der Dozenten durch Frau Fröchte nur ca. 60 SuS anwesend, die allerdings durch ihr Interesse für ein sehr angenehmes Klima in den Kleingruppen sorgten. Für den EFG waren aktiv : Robin Prothmann, Gordon Gemein, André Spak, Daniel Tadych, Stefan Biesterfeld, Hans G. Hloch, Michael Bayertz (ex-Tüllmann), Meike Erben, Panagiotis Kostopoulos, Andreas Schlösser, Alexander Askinadze und Daniel Baselt. Martin Nehmzows Vortrag fiel der geringen Teilnehmerzahl zum Opfer. Meinen herzlichen Dank an die Dozenten und ihr Engagement.
Auf Seiten der Schule steht ab sofort eine neue Kollegin, Frau Becker, als Ansprech- und Organisationspartner für die BB zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe wird die Schule es im kommenden Jahr hoffentlich schaffen, die nun seit 4 Jahren wieder bestehende Tradition, die dieses Jahr nur sehr beschwerlich am Leben erhalten wurde, mit neuem Leben und Sinn zu füllen.
Zur seit Herbst überfälligen Postaktion (siehe Rundschreiben) fanden sich direkt nach ihrer BB ein paar „arbeitslose“ Dozenten ein – danke Stefan, André, Meike, Martin –, die dann von Daniel Baselt, Ekkehard Nobbers, Janina Hüskes, Tobias Nelsen, Christian Schulz, Christoph Geelen, Stephan Luther, Stefan Thoenissen und Michael Skoniecki abgelöst wurden. Als „nebenan“ der Bierausschank begann, versorgte Jens Saathoff die fleißigen Postbeamten mit flüssiger Motivation bzw. Belohnung. Die den Mitgliedern gerade zugehenden Briefe enthalten u.a. die Einladung zu unserem Ball am 25.8. sowie Bescheinigungen über Spenden zur Hausbockbekämpfung, die im Jahr 2011 überwiesen wurden.
Ab 17.00 Uhr traf man sich dann zu ungewohnt früher Zeit zum Fichte-Tag 2012 erstmalig in der Mensa unserer Schule – weswegen der Unterzeichner mehrere Serien von Emails an die
verschiedenen Abiturjahrgänge zur Einladung / Erinnerung herumgeschickt hatte. Dort übernahm in gewohnter Manier die Klasse 13 (die letzte ihrer ART!) die Versorgung der Gäste. Die Schule war durch Frau Fröchte, Fr. Behler, H. Hoppe, H. Popovic, Herrn Juchem, Herrn Schüller, Frau Becker und Herrn Stermann vertreten, die von den recht zahlreich erschienenen Ehemaligen in viele Gespräche verstrickt wurden. Außer den schon weiter oben genannten Mitgliedern des EFG kamen in die Schule: Fiona und Kevin Downey, Philip Lamers, Lena Arvan, Thomas Heyligers, Harald Brinkmann, Jürgen Adamek, Paul Bernasch, Katrin Lippitz, Eddi Kronenberg, Sammy Izbicki, Pascal Kirchenkamp, Stefanie Korzonek, Yvonne Schiffer, Sören Meyer, Axel Heimendahl, Thomas Bayen, Jan Opgenorth, Mirko Trinajstic, Fabian Brüggen, Felix Ayvaz, Celine Drouville, Melanie Kasdorf, Kai Kienberger, Paul Konieczny, Gerrit Köppel, Sabrina Mack und Julian Schwarzat.
Summa summarum fanden dieses Jahr 52 Ehemalige der Abiturjahrgänge 1966 – 2011 den Weg in ihre alte Schule, um Kontakte aufzufrischen, Meinungen auszutauschen und sich über Veränderungen in der Schule zu informieren; eine Handvoll von Absagen aus beruflichen Gründen etc. war schon vorher eingegangen. Ich denke, man kann mit dem Echo zufrieden sein, auch wenn etwas mehr Andrang der Kasse der nächsten Abiturienten und Ehemaligen nicht geschadet hätte. Was sicher verbessert werden kann ist, dass außer dem „Bedienungspersonal“ kein einziger Schüler den Weg zu den Ehemaligen fand – das entsprechende Informations- oder Kommunikationsbedürfnis hält sich offensichtlich sehr in Grenzen, um es einmal euphemistisch auszudrücken.
Natürlicherweise recht wenig Zulauf/Zuschauer gab es um 8.00 Uhr am folgenden Samstagmorgen in der Rheinlandhalle beim Mini-Eishockeyturnier zugunsten der Burg. Bei diesem kleinen Nachfolger unseres großen Turniers 2010 spielten zwei EFG-Mannschaften mit leichter Verstärkung gegen die Fichte-Flames, den amtierenden Stadtmeister der Klasse AII, dem die B-Mannschaft der EFG-Knights dank der Spielstärke von Robert Schütz Paroli bieten konnte. Ralf Reimer, Jan Holtmann, Amin Mihoubi, Sören Meyer, Martin Schmitz, Arne Lang, Patrick Kirchenkamp, Sergej Aterley, Yvonne Schiffer, Marvin Roosen und Gordon Gemein einerseits, sowie Olaf Dröge, Falk Thissen, Paul Konieczny, Robert Schütz, Wolfgang Hüskes, Sergej Wirski, Jan Carmanns, Marcus Heigenfeld, Björn Wagner sowie Stefanie Korzonek andererseits vertraten die EFG-Farben, verstärkt durch Alex Hellwich, Alex Gerlach und Fabian Döbler von den Flames sowie Sabine Welter. Logistische Unterstützung und Betreuung an der Bande leistete Christoph Geelen, unser Vereinsfotograf Michael Skoniecki war vor Ort, um ein paar optische Eindrücke festzuhalten. Die Spiele verliefen fair und harmonisch und haben allen Beteiligten einen Riesenspaß gemacht. Wir beeilten uns, um pünktlich um 9.45 das Eis zu räumen, leider wusste niemand, dass die Halle wegen Nichterscheinens der nächsten Mieter anschließend leer stehen würde – dabei hätten wir gerne etwas mehr gespielt. Der schon 2010 geäußerte Wunsch, sich im Kreis der EFG-Knights häufiger zu treffen und zu spielen, wurde mehrfach wiederholt. Ich verspreche, mein Möglichstes zu tun, damit er in der folgenden Saison Wirklichkeit wird.

Text: Wolfgang Hüskes